Der Hauptmann – Jetzt im Kino

Neu im Kino: DER HAUPTMANN von Robert Schwentke. Eine wahre abgründige Köpenickiade aus dem Jahr 1945. Regie und Drehbuch: Robert Schwentke. Mit Max Hubacher, Frederick Lau, Alexander Fehling, Milan Peschel u.a.

In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs findet der junge Gefreite Willi Herold (Max Hubacher) auf der Flucht eine Hauptmannsuniform. In seiner neuen ranghohen Rolle sammelt er versprengte Soldaten um sich, die froh sind, wieder einen Befehlsgeber gefunden zu haben. Aus Angst enttarnt zu werden, steigert sich Herold in die Rolle des skrupellosen Hauptmanns und verfällt dem Rausch der Macht.

15.03. – 21.03. 18:00 + 20:15 Uhr / 22:30 Uhr (mit engl. UT)
22.03. – 28.03. 18:00 Uhr / 22:00 Uhr (mit engl. UT)
29.03. – 04.04. 21:45 Uhr

Deutsche Originalversion; ausgewählte Vorstellungen auch mit englischen Untertiteln.„So gelingt mit DER HAUPTMANN ein herausfordernder und provokanter Antikriegsfilm, der als widerspenstiger Geschichtsfilm und biestiger Gegenwartskommentar funktioniert.“ www.programmkino.de

Immer wieder die Uniform. Der 1849 in Tilsit (Sowetsk) geborene (siehe Tilsiter Lichtspiele) arbeitslose Schuhmacher Friedrich Wilhelm Voigt kaufte sich 1906 eine Hauptmannshülle und überfiel mit 57 Jahren das Köpenicker Rathaus. Durch diese dreiste Tat erlangte er Weltruhm als „Hauptmann von Köpenick“. Der 19jährige Gefreite Willi Herold fand im April 1945 auf seiner Odyssee durchs Emsland besagte Uniform und errichtete im Chaos der letzten Tage des Dritten Reiches eine Schreckensherrschaft im Straflager Aschendorfermoor und ging als „Henker vom Emsland“ in die Geschichte ein. Robert Schwentke verfilmte die in Vergessenheit geratene Köpenickiade nach eigenem Drehbuch.

„Es mag absurd erscheinen angesichts der hackenschlagenden Historienfestspiele mit blank gewichsten Nazi-Uniformen vor schreienden Führerfiguren, die das deutsche Kino so häufig und schematisch aufführt, aber DER HAUPTMANN erzählt tatsächlich etwas Neues… Dienst nach Vorschrift an der Zeitgeschichtsverwurstung im deutschen Kino sieht so aus wie Lars Kraumes kürzlich in die Kinos gekommener Film ‚Das schweigende Klassenzimmer’… Vor diesem Hintergrund kann man Robert Schwentkes Film eine Sensation nennen. Zugrunde liegt ebenfalls eine wahre Geschichte, sie stammt aus dem anderen, vom deutschen Kino immer wieder aufgesuchten Geschichtsfundus: der NS-Zeit. Die Geschichte ist eine böse Köpenickiade, in der Verzweiflung und Müdigkeit der letzten Kriegstage ebenso sichtbar werden wie die unerschöpfliche Mordlust und der Gehorsam, die zum Vernichtungsfeldzug der Nazis erst führten. Man kann, und das macht den Film so reizvoll, den Fall von beiden Seiten lesen…“ Matthias Dell / der Freitag

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Über Gladow-Bande

Werner Gladow war der Al Capone von Friedrichshain - und ein Filmfreak, der sein Wissen aus amerikanischen Gangsterfilmen bezog. 1950 wurde er hingerichtet, da war er gerade mal 19 Jahre alt - nun kümmert er sich als W. Gladow um Programm & Propaganda der Kino-Troika Friedrichshain, bestehend aus Tilsiter Lichtspiele, Kino Zukunft & Freiluftkino Pompeji sowie um das ZUKUNFT :: Ranch am Ostkreuz.
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