Mitternachtskino: Filmreihe HG Lewis

„The Godfather of Gore“ – Herschell Gordon Lewis zum 85. Geburtstag – 05. Juni bis 02. Juli 2014 – Tilsiter Lichtspiele – Kino in Friedrichshain

Alle Filme sind in englischer Sprache! Täglich 23:15 bzw. 23:30 Uhr.
Spielplan: http://tilsiter-lichtspiele.de
TILSITER LICHTSPIELEProgrammkino & Kneipe
Kino in Friedrichshain seit 1908
Richard-Sorge-Str. 25a, 10249 Berlin
Tel. 030/4268129

Ab dem 05. Juni läuft unsere vierwöchige Filmreihe im Mitternachtskino zu Ehren eines Meisters des kruden Exploitation-Films und Begründer des Splatterfilms, Herschell Gordon Lewis, der am 15. Juni diesen Jahres 85 Jahre alt wird. HG Lewis erregte in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts vor allem mit seinen ausgefallenen Werbekampagnen Aufsehen. Kultregisseur John Waters hält ihn für den neben Russ Meyer größten amerikanischen Filmemacher, „vor allem aufgrund seiner Vermarktungsideen wie Trailerwarnungen oder Kotztüten vor den Filmen zu verteilen.“

Die berühmten Barf-Bags mit der Aufschrift „You may need this when you see Blood Feast“ werden wir aber nicht verteilen müssen, denn der 1963 gedrehte Film Blood Feast, der als erster Splatterfilm in die Filmgeschichte eingegangen ist, wurde absurderweise im Jahre 2004 hierzulande beschlagnahmt.

Und wenngleich der absurd anmutende Erfindungsreichtum an haarsträubenden Gewaltszenen dem Zuschauer einiges an Langmut abverlangt, so können doch Lewis‘ „menschenverachtende“ Gewaltszenen den heutigen Genre-Standards kein Paroli bieten, was das Verbot umso sonderbarer erscheinen lässt. Zumal der Film dem nachwachsenden Publikum eher unbekannt bleiben dürfte. Doch muss nun gerade Blood Feast in unserer Filmreihe außen vor bleiben.

Aber HG Lewis war nicht nur ein Meister des geschmacklosen Horrorfilms, sondern an allen spekulativen Themen interessiert: Sex, Abtreibung, Drogen, Jugend-Gangs usw. Er drehte schnell und billig und war vor allem daran interessiert, mit grellen Aufmachern das Publikum auf seine Trashies aufmerksam zu machen.

Wir zeigen vom 05. Juni bis zum 02. Juli täglich wechselnd 21 Filme des „Godfather of Gore“. Mit dabei sind Lewis-Klassiker wie Two Thousand Maniacs,  Color Me Blood Red, A Taste of Blood, The Wizard of Gore, She-Devils on Wheels, The Gore Gore Girls und Something Weird. Aber auch beispielsweise das Kinder-Musical Jimmy, the Boy Wonder, die Polit-Satire The Year of the Yahoo und die Nudie-Cuties Goldilocks and the Three Bares, The Adventures of Lucky Pierre und The Bell, the Bare and the Beautiful.

Aus einem Interview mit Herschell Gordon Lewis (2011):

Welcher Ihrer Filme sollte bei ARTE-Trash laufen?
Dafür wäre Two Thousand Maniacs! geeignet. Man kann ihn mit der ganzen Familie anschauen, ohne befürchten zu müssen, dass die Kinder 35 Jahre später zu Massenmördern werden und es auf diesen Film zurückführen. Es gibt schon zu viele Anschuldigungen dieser Art.

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Über Gladow-Bande

Werner Gladow war der Al Capone von Friedrichshain - und ein Filmfreak, der sein Wissen aus amerikanischen Gangsterfilmen bezog. 1950 wurde er hingerichtet, da war er gerade mal 19 Jahre alt - nun kümmert er sich als W. Gladow um Programm & Propaganda der Kino-Troika Friedrichshain, bestehend aus Tilsiter Lichtspiele, Kino Zukunft & Freiluftkino Pompeji sowie um das ZUKUNFT :: Ranch am Ostkreuz.
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